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Volkelt-Briefe

GmbH-Gewinnverteilung: Je später umso günstiger

Aus­schüt­tun­gen an den beherr­schen­den Gesell­schaf­ter einer zah­lungs­fä­hi­gen GmbH flie­ßen dem Gesell­schaf­ter laut neu­es­ter BFH-Recht­spre­chung in der Regel auch dann zum Zeit­punkt der Beschluss­fas­sung über die Gewinn­ver­wen­dung, wenn … die Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung eine spä­te­re Fäl­lig­keit der Aus­zah­lung beschlos­sen hat (BFH, Urteil vom 23.2.2015, VIII R 2/12).

Das gilt auch, wenn die GmbH zwar selbst kei­nen aus­schüt­tungs­fä­hi­gen Gewinn oder Gewinn­rück­la­gen hat, sie aber als beherr­schen­de Gesell­schaf­te­rin über aus­schüt­tungs­fä­hi­ge Gewin­ne der Toch­ter­ge­sell­schaft ver­fü­gen kann. Im ent­schie­de­nen Fall hat­te der beherr­schen­de Gesell­schaf­ter eine Vor­ab-Aus­schüt­tung beschlos­sen. Das Finanz­amt durf­te den ent­spre­chen­den ESt-Bescheid für den Gesell­schaf­ter im Geschäfts­jahr der Beschluss­fas­sung erlassen.

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