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Volkelt-Brief 51/2018

Fazit 2018: gut bis besser – mit leicht eingetrübten Aussichten + Konjunktur: Worauf Sie sich 2019 einstellen müssen (sollten) + Digitales: Der Wandel ist voll im Gange +  GmbH- Personal: Der Engpass wird noch enger + Geschäftsführer privat: Die Anforderungen bleiben (extrem) hoch

BISS … die Wirtschaft-Satire

 

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Freiburg, 21. Dezember 2018 / Weihnachten – Jahreswechsel

Sehr Geschäftsführer-Kollegin, sehr geehrter Kollege,

die meisten der Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich in den letzten Tagen gesprochen habe, sind mit dem Geschäftsjahr 2018 ausgesprochen zufrieden. Viele sind aber verunsichert über die Entwicklungen in Europa, in den  Krisenregionen und in den USA. Viele Hausaufgaben sind und bleiben unerledigt:

  • Wirtschaftspolitik: Der Mittelstand taugt zwar als Aushängeschild. In der Praxis muten die Politiker dem Mittelstand immer mehr zu – zu viel.
  • Infrastruktur: Ob Verkehrslogistik, Datennetze, Energiepolitik oder Digitalisierung – die Probleme sind da – ohne dass wirkliche Lösungen erkennbar sind.
  • Steuerpolitik: Der große Wurf und nennenswerten Korrekturen oder Vereinfachungen bei der Besteuerung und bei der Ermittlung der steuerlichen Bemessungsgrundlagen ist nicht in Sicht.
  • Bürokratie: Auch in 2018 mussten viele Unternehmen feststellen, dass es „schon wieder mehr“ Bürokratie geworden ist. Viele Kommunen haben weiter an der Gewerbesteuerschraube gedreht.
Der Blick nach vorne ist zugleich eine Vorschau auf die kommenden Entscheidungssituationen unter neuen Rahmenbedingungen. 2018 war für die meisten Kollegen/Innen ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr. 2019 wird allerdings unsicherer, noch schwerer planbar und – wirtschaftlich gesehen – eine Rechnung mit einigen Unbekannten. Auch der CDU-Neustart lässt viele Fragen offen.

 

Konjunktur: Worauf Sie sich 2019 einstellen müssen (sollten)

Die Banken prognostizieren: „Mit den weiter eskalierenden Handelskonflikten und den aktuellen Schwierigkeiten in einigen Schwellenländern droht die Weltwirt­schaft zunehmend in vermintes Gelände zu geraten“, so deren Hauptgeschäftsführer Christian Ossig. Der Internationale Währungsfond (IWF) rechnet zwar mit einem weiteren weltweiten Wachstum. Für Deutschland reduzierte der IWF die Wachstumsprognose für 2019 bereits von 1,9 um 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte auf nur noch 1,6 bis 1,7 %. So gesehen besteht zwar noch kein Grund zur Sorge.

Auch die EU-Kommission hat im Laufe des Jahres die Wachstumsprognose für 2018/2019 nach unten korrigiert: „Die Zuwachsrate des BIP wird 2,1 % in 2018 betragen und auf 1,9 % im Jahr 2019 prognostiziert. Dazu der EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici: “Eine weitere Eskalation protektionistischer Maßnahmen ist ein klares Abwärtsrisiko. Handelskriege bringen keine Gewinner, nur Verluste“.

  • Fakt ist, dass es einen so langen positiven Konjunkturzyklus für die deutsche Wirtschaft lange nicht gegeben hat. Fakt ist auch, dass die Abhängigkeiten in den globalisierten Märkten mit dazu beitragen, dass Schwankungen in einer Volkswirtschaft, in einem Segment oder in einem partiellen Markt durch positive Entwicklungen in anderen Märkten aufgefangen werden – es also eine klassische Konjunkturentwicklung mit den Phasen Aufschwung, Boom, Abschwung, Rezession so nicht mehr gibt.

Die Inflationsrate für das laufende Geschäftsjahr liegt nach Destatis bei 1,8 % und wird nach den Einschätzungen des Statistischen Bundesamtes in 2019 bei 2,0 % und in 2020 bei 1,9 % liegen. Damit ist das Stabilitätsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,00 % so gut wie erreicht. Die Bankenaufseher werden wohl auch bis auf weiteres keinen Anlass sehen, die Leitzinsen zu erhöhen. Andere Prognosen – z. B. die Deutschen Sparkassen – sehen einen Trend zu steigenden Zinsen. Die Verbraucherzentrale prognostiziert den Null-Zins bis mindestens Mitte 2019.

Vorgaben für 2019: So weit die gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Kleinere Unternehmen sind gut beraten, sich für 2019 auf folgende Eckdaten einzustellen:

  • Zinsen: An der Zinsfront wird sich zunächst nicht viel ändern. Die EZB wird die (noch) stabile Konjunktur nicht belasten. Dafür spricht auch die ungebremst hohe Verschuldungsquote der EU-(Süd-)Staaten. Investitionen in Gewerbe-Immobilien sind weiterhin eine Option, um Rücklagen für die Zukunft zu bilden.
  • Preise: Viele Unternehmen spüren seit dem 2. Quartal 2018 ein starkes Ansteigen der Großhandelspreise. Destatis ermittelt für August 2018 gegenüber dem Vorjahreswert ein Anstieg um 3,8 %. Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung hatte dabei die Preissteigerung im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen (+ 17,7 %). Kalkulieren Sie für 2019 mit weiter stark steigenden Energiekosten und  Preissteigerungen für Rohstoffe. Nutzen Sie die KMU-Förderangebote zur Energieberatung.
  • Kalkulation: Stellen Sie zusammen, wie viel, welchen Anteil und welche Kosten Sie in Rohstoffe und Vorprodukte investieren und welche Maßnahmen zur Sicherung getroffen sind. Die Absicherung erfolgt dabei in der Regel nicht durch Vorratseinkäufe oder spekulative Beschaffung. Vielmehr erfolgt die Abwicklung über entsprechende Finanz- und Versicherungsinstrumente. Also über Instrumente, die in der Einkaufsabteilung alleine nicht gehandelt werden können. Besser ist es, wenn neue Formen der Beschaffung gemeinsam vom Einkauf und dem Bereich Finanzen bewertet und umgesetzt werden. Fehlen eigene Fachkenntnisse sollten Sie den geforderten Abteilungen externe Fachberatung vermitteln.
Wenig Einfluss dürfte die Politik in Deutschland auf die konjunkturelle Zukunft haben. Bereits jetzt absehbar ist, dass die Wirtschaftspolitik für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auch „nach Merkel“ keinen besonderen Stellenwert einnehmen wird. Kleinere Unternehmen werden aber durch den höheren Mindestlohn und den Rückkehranspruch nach Teilzeit weiter belastet. Zumindest für das erste Halbjahr 2019 ist ruhiges konjunkturelles Fahrwasser zu erwarten. Das ist eine gute Ausgangsposition für das Gesamtjahr 2019. Nutzen Sie die guten Zahlen zur Restrukturierung, wo es angesagt ist, und zur Modernisierung, wenn die Organisation an neue Standards angepasst werden muss (IT, Kommunikation, Arbeitsplätze, Fuhrpark, Schulungen). Viele Unternehmer tun sich – unter Verweis auf Ihr Erfahrungswissen – schwer damit, die eigenen Preise zu erhöhen. Dabei gilt: Steigt die Inflationsrate, müssen alle Unternehmen ihre Preise an die Entwicklung anpassen – früher oder später. Wer seine Preise als letzter anpasst, verliert die mit der Preiserhöhung zu verdienende Marge. Darauf zu hoffen, dass der Markt den niedrig gehaltenen Preis mit zusätzlicher Nachfrage belohnt, ist leider mehr Wunsch denn realistische Option.

 

Digitales: Der Wandel ist voll im Gange

Seit nunmehr einem Jahr berichten wir an dieser Stelle regelmäßig zum Thema „Digitalisierung“ . Sei es zu neuen Erkenntnissen für die Geschäftsführung, zu Praxis-Beispielen oder zu den Auswirkungen auf Finanzierung, Organisation, Marketing und Personalbeschaffung im kleineren Unternehmen. Das Thema ist omnipräsent und alle Branchen und Geschäftsmodelle sind unterdessen von innovativen (disruptiven) Entwicklungen betroffen.

Der Blick in die Fernseh-Werbung offenbart: Schon jeder zweite Werbespot ist keine Image-Werbung mehr, sondern bewirbt das innovative Produkt eines digitalen Geschäftsmodells. Besonders anschaulich ist diese Entwicklung in der digitalen Buchhaltung. Unterdessen gibt es Anbieter, die aus Rechnungen und Faktura Buchhaltung und Banking automatisch erledigen. Ein System, dass für Unternehmen mit komplexer Jahresabschluss-Erstellung zwar noch nicht taugt. Aber auch hier wird es schon bald Systeme geben, mit denen sich die Overhead-Kosten erheblich reduzieren lassen.

Vorgabe für 2019: Das Thema „Digitalisierung“ ist und bleibt Chefsache. Sie sind es, der die Impulse gibt, die Ziele vorgibt und die Mitarbeiter mitnimmt. Beste Voraussetzungen zum Überleben sind: Neugier, kontrollierte Risikobereitschaft, ständiges Lernen, die permanente Belebung und Nutzung Ihres beruflichen Netzwerks und eine Annäherung an die Gründerszene.

Zum zukunftsorientierten Management dieses komplexen Themas genügt es nicht, in Aktionismus zu verfallen. Viele Unternehmen praktizieren schon immer KVP und Innovations-Management. Neu ist, dass immer mehr große Unternehmen (Global Player) und mittelständische Kooperationen (Hidden Champions) sich im großen Stil an StartUps beteiligen, die sich in mittelständischen Märkten betätigen und traditionellen Mittelständlern Konkurrenz machen. Das betrifft Dienstleistungen (Werbung/Marketing/PR, Hotel/Gastronomie, Beratung, Logistik, Finanzdienstleistungen, Versicherungen) aber auch Handwerk (Gebäude-Management, Franchise), Handel und Großhandel (neue Plattformen) und die industrielle Fertigung (Prozesssteuerung, Robotik, künstliche Intelligenz).

 

NEU:Geschäftsführung in Zeiten der Digitalisierung, Dipl. Vw. L. Volkelt, 155 Seiten (Info + Bestellen > Cover anklicken)

Überall entstehen Gründerzentren. Unternehmen investieren in IT-Technik und Personal.Auch die Rolle des Chefs – des Geschäftsführers – im Unternehmen wandelt sich. Weg vom allzuständigen Letztentscheider, der die Ziele vorgibt, die Ressourcen plant, die Durchführung organisiert und die Ergebnisse kontrolliert. Vielmehr muss er das Geschäftsmodell als Ganzes managen. Mit drei Schwerpunkten:1. die Digitalisierung kostet Geld. Viel vorschüssiges Geld. Der Geschäftsführer muss das notwendige Kapital dazu beschaffen – Investoren von der Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells überzeugen, eine nachhaltige und zugleich flexible Finanzplanung (Finanzierungsrunden) vorlegen und im Unternehmen dafür sorgen, dass die Ressourcen plangerecht eingesetzt werden.2. die Digitalisierung braucht qualifizierte Mitarbeiter, die sich ständig weiterbilden, die Phantasie und Freiraum brauchen und sich trotzdem in den Gesamtprozess „Geschäftsmodell“ einbinden lassen.3. die Digitalisierung ist technisch. Sie brauchen auf jeder Ebene des „Geschäftsmodells“ technisches Know-How, modernste IT-Ausstattung, Einbindung in Netzwerke – soziale Netzwerke – und ein internationales Verständnis.Wie? War das nicht schon immer so – jedenfalls in den Unternehmen, die Wert auf Innovation, Nachhaltigkeit und Internationalisierung gelegt haben? Doch. Aber für viele Branchen – Dienstleistung, Handwerk, Handel – sind der internationale Wettbewerb, die zunehmende Dynamik und die grenzenlose Konkurrenz nicht selbstverständlich. Auch nicht für die Chefs und Geschäftsführer dieser Unternehmen.Wir haben das Thema für Sie gebündelt. Aus Ihrer Sichtweise – aus der Sichtweise und Interessenlage der Geschäftsführung – systematisch dargestellt, mit den Auswirkungen auf alle Funktionen, Abteilungen und Projekte, die in der GmbH zusammenwirken. Und geben Ihnen dazu ganz anschaulich, unterlegt mit zahlreichen Beispielen (Benchmarking), und hilfreichen Verweisen Anleitungen und Anregungen, wie Sie die (Dauer-) Herausforderung „Digitalisierung“ in Ihrem Unternehmen erfolgreich angehen und umsetzen.

Personal: Der Engpass wird noch enger

Das Thema Mitarbeiter bleibt für kleinere Unternehmen auch in den nächsten Jahren Kernthema. Der Arbeitsmarkt für Qualifizierte ist leer gefegt und die demographische Entwicklung gibt vor, dass sich daran in den nächsten Jahren auch nichts ändern wird. Auch die Zuwanderungen werden daran kurz- und mittelfristig nichts ändern. Als Arbeitgeber müssen Sie den Wettbewerb um Arbeitskräfte annehmen, das Thema zur Chefsache machen und kreative Ideen entwickeln, um gute Mitarbeiter zu binden und neue zu finden.

Noch mehr Mindestlohn, Teilzeitarbeitsanspruch mit Rückkehroption und Equal Pay wirken sich auf die Lohnkosten von kleineren Firmen überproportional aus. Dazu kommen Regulierungen auf dem Arbeitsmarkt, z. B. bei den Leiharbeitnehmern und den Arbeitszeiten. Die angesprochenen Vorgaben werden sich weiter auf die Arbeitskosten auswirken und insbesondere für kleinere und mittelgroße Betriebe für zusätzliche Probleme bei der Personalbeschaffung sorgen. Ihre Nachteile im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter gegenüber Großunternehmen und Konzernen nehmen weiter zu.

Vorgabe für 2019: Ihnen bleibt aber die große Chance, auf den unterdessen weit verbreiteten Wunsch und auf die Sehnsucht einer zunehmenden Zahl von (jüngeren) Arbeitnehmern nach kleinen, überschaubaren Strukturen zu setzen.  Nutzen Sie diesen atmosphärischen Vorteil. Stellen Sie Ihre Werte in den Bewerbungsgesuchen heraus. Zeigen Sie Ihr Konterfei als Chef, benennen Sie Ihr Motto und Ihre Werte – auch der Hinweis auf Ihre Hobbys (Sport, Musik) macht Ihr Gesuch persönlicher und ist ein guter Aufhänger, damit sich ein potenzieller Bewerber leichter mit seinem neuen Arbeitgeber identifizieren kann.

Immer mehr Arbeitnehmer wählen ihren Arbeitgeber nicht nur nach dem Verdienst. Betriebsklima, Entwicklungsmöglichkeiten, Wertschätzung und der persönliche Umgang mit dem Mitarbeiter werden immer wichtiger. All das können Sie als Arbeitgeber direkt und selbst beeinflussen und haben als kleinerer Betrieb dabei durchaus Vorteile. Und zwar dann, wenn es Ihnen gelingt, Unternehmenskultur und unternehmerische Verantwortung vorzuleben. Setzen Sie auf „Mund-zu-Mund-Akquise“ Ihrer zufriedenen Mitarbeiter (Prämien), schalten Sie Stellenanzeigen in regionalen sozialen Medien (Online-Tageszeitung) und testen Sie neue Formen der Bewerbersuche (unkonventionelle Print-Anzeigen, Content-Marketing und Video-Clips). Animieren Sie  auf Ihrer Homepage zur Initiativ-Bewerbung.

 

Geschäftsführer privat: Die Anforderungen bleiben hoch

Viele Unternehmer, Gesellschafter-Geschäftsführer oder Nur-Geschäftsführer engagieren sich nicht nur für die Firma und Ihre Mitarbeiter. Sie übernehmen Verantwortung in der  Gesellschaft, in der Politik, im Ehrenamt oder – wegen permanentem Zeitmangel – als Spender oder Sponsor. Hatte zuletzt die Finanzkrise in 2007 viele nachdenklich gemacht, waren es 2018 wieder einige unerwartete neue Entwicklungen, die manchen Unternehmer sprachlos gemacht haben. Etwa der Rechtsruck in Europa, der Brexit und die Entwicklungen in der Türkei, die Abschottung der USA oder viele ungelöste internationale Konflikte.

Vorgaben für 2019: Globalisierung und vor allem die Digitalisierung bringen immer mehr Dynamik. Alle Prozesse laufen schneller. Die Anforderungen, die Geschäftsführer aushalten müssen, bleiben hoch. Verstärkt hat sich für viele auch das Gefühl, dass sich Einiges verselbstständigt hat und niemand mehr in der Lage ist, das aufzuhalten. Immer neue Vorschriften und Erlasse. Immer mehr Regulierungen engen die Gestaltungsmöglichkeiten ein und kosten viel Geld. Das alles ist bekannt. Die Medien beklagen die Zustände. In politischen Diskussionen und Talkrunden werden die Zustände beschrieben. Aber an den eingeschlagenen Wegen ändert sich seit Jahren und Jahrzehnten grundsätzlich nichts und es ist (leider) auch keine politische Kraft in Sicht, die realistischerweise in der Lage wäre, Änderungen voranzutreiben und durchzusetzen. Aus Sicht eines Geschäftsführers bedeutet das:

  • Geschäftsführer kleinerer Unternehmen verbringen immer mehr Zeit mit Tätigkeiten, die nichts oder nur wenig mit dem eigentlichen Geschäft zu tun haben.
  • Staat und Behörden verwenden immer mehr Aufwand und Energien für die Überwachung und Kontrolle von Vorschriften und Auflagen.
  • Die Diskrepanz zwischen den Zielen der politischen Entscheidungsträger und den Notwendigkeiten kleinerer Wirtschaftseinheiten an der Basis wird immer größer.
  • Als Unternehmer sind Sie es gewohnt, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen. Egal unter welchen Rahmenbedingungen.

Gefordert sind Sie auch im privaten Umfeld. Die meisten Kollegen wissen, dass sie ihrer Familie viel zumuten und viel zu wenig Engagement und Zeit für ihre Familien aufbringen können. Unter dem Dauerdruck driften Ehen und Beziehungen auseinander, die Kinder können nicht wie erforderlich gefördert und unterstützt werden. Der Spagat zwischen Familie und Geschäft ist und bleibt eine Gratwanderung.

Kommen ungeplante Ereignisse – Trennung, ein Pflegefall im unmittelbaren Umfeld, Tod, besondere Probleme eines Kindes – dazu, kann das schon einmal bis an die Belastungsgrenze gehen oder diese sogar überschreiten. Dagegen stehen die Herausforderungen und Chancen, die sich für Sie als Geschäftsführer immer wieder aufs Neue ergeben. Sie wissen genau, an welchen Stellschrauben Sie drehen müssen und können, um die Produkte zu verbessern, die Mitarbeiter einzubeziehen und mitzunehmen, den Service besser zu machen oder dem Kunden noch bessere Lösungen anbieten zu können. Gerade diese Ideen, diese kreativen Herausforderungen sind es, die „Geschäftsführung“ so abwechslungsreich und spannend machen. Daran wird sich auch im nächsten Jahr nichts ändern. Sie sind gefordert für 2019 – geschäftlich und privat.

Nutzen Sie die freien Tage für sich selbst. Überplanen Sie Ihre persönlichen und geschäftlichen Ziele für 2019. Die älteren Kollegen sind gut beraten, sich klar zu machen, dass die Nachfolgeregelung in der Praxis mehr Zeit braucht als die meisten einplanen. Hier gilt: Je früher Sie dieses unangenehme Thema anpacken, um so eher gewinnen Sie Klarheit darüber, wie das aussehen kann und um so eher gibt es Ergebnisse. Jüngere Kollegen sind gut beraten, sich nicht dauernd zu verausgaben – Stichwort: Burnout. Planen Sie Auszeiten ein, halten Sie sich an diese Planung und gönnen Sie sich und Ihrem Körper Verschnaufpausen. Die Firma braucht SIE.

 

Ich wünsche Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Mitarbeitern erholsame Tage und einen guten Start ins Jahr 2019

und ich freue mich, wenn ich Sie weiterhin begleiten darf

Ihr

Lothar Volkelt

Dipl. Volkswirt, Herausgeber + Chefredakteur Volkelt-Brief

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