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Aktuelle Preise, Daten, Fakten für die mittelfristige Unternehmensplanung

Konjunktur- und Finanz-Plandaten März 2014

Auch wenn der Ifo-Geschäftsklima-Index mit 111,3 Prozentpunkten im Februar wider Erwarten erneut gestiegen ist, bleiben Risiken. Und zwar im Exportgeschäft: In Brasilien und der Türkei stehen die Währungen unter Druck. Auch in den USA stockte der Aufschwung in den letzten Monaten  nicht zuletzt aufgrund des anhaltenden Winters. Dennoch: Die Konjunkturaussichten für die deutsche Wirtschaft stehen weiterhin auf „hoch“.

Markt Trend
Verbraucherpreise Jetzt liegt die offizielle Preisentwicklung für das Gesamtjahr 2013   vor. Danach stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr 2012 im   Durchschnitt um 1,5 % (2012 auf 2011 = 2,0 %). Damit liegt die Preissteigerung   deutlich unter der offiziellen Inflationsmarge von 2,0 %. Preistreiber Nummer   1 sind die Lebensmittel mit 4,4 %. Die Preise für Energie zogen lediglich um   1,4 % an.
Energie/Strom 80 Strom-Anbieter haben angekündigt, die Preise noch im Laufe des Jahres   2014 deutlich anzuheben. Die Erhöhung beträgt ca. 4 %.
Finanzen Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellte 2013 für   mittelständische Unternehmen 75 Mrd. Krede zur Verfügung und ist für mittel­ständische   Firmen weiterhin eine interessante Finanzierungs-Adresse (www.eib.org).
Neue Bundesländer Die Abwanderung von Arbeitnehmern aus den Neuen Bundesländern ist   nahezu gestoppt. Grund ist die gute wirtschaftlich Gesamtsituation und damit   eine deutliche Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt – inkl. steigender   Binnennachfrage.
China Die Produktionskosten in China stiegen in den letzten 3 Jahren in einigen   Branchen um bis zu 50 %. Gleichzeitig werden Arbeitskräfte knapp und der Yen   ist in den letzten Monaten deutlich gestiegen.

Konjunktur- und Finanz-Plandaten Februar 2014

Erfreulich: Fast alle Forschungsinstitute sind sich einig darüber, dass die wirtschaftliche Entwicklung in 2014 insgesamt stabil bleibt. Das deckt sich auch mit den Einschätzungen der Manager und den Geschäftsleitungen der mittelständischen Unternehmen. Wachstumsprognose: Weltmarkt + 3,2 %, Industrienationen + 2,4 %, Eurozone + 1,1 %, Deutschland  + 1,7 %.

Markt Trend
Konjunktur Der Ifo-Geschäftsklima-Index steigt weiter. Im Januar stieg er auf 110,6 gegenüber 109,5 Prozentpunkten im Vormonat. Eine weitere Steigerung ist   aber nach Aussagen des Ifo-Instituts in den nächsten Monaten nicht zu erwarten.
Investitionen Ausländische Unternehmen investieren wieder kräftig in Deutschland.   Waren es 2012 gerade einmal 4 Mrd. EUR, wurden 2013 wieder 23 Mrd. EUR am   Standort investiert. Damit steht Deutschland auf der Liste der weltweit   attraktivsten Standort auf Platz 14.
Internet Unterdessen präsentieren 64 % der kleineren und kleinsten Unternehmen   ihre Produkte und Dienstleistungen auf eigenen Websites im Internet. Das sind fast 20 % mehr als noch in 2012. 37 % aller Unternehmen nutzen die neuen   sozialen Medien.
Immobilien In 2013 gab es erstmals wieder einen Zuwachs bei den neuen Wohn­neubauten. Folge: Die Preise steigen auf breiter Front, insbesondere für Gebraucht-Immobilien in den Ballungszentren und Großstädten.

Konjunktur- und Finanz-Plandaten Januar 2014

2014 beginnt wie das abgelaufene Geschäftsjahr: Nach zunächst optimistischen Prognosen, zeigt sich die reale Entwicklung schwerfälliger. Die ersten, besonders ehrgeizigen Prognosen haben schon seit Dezember keinen Bestand mehr und mussten bereits zum Jahresbeginn nach unten korrigiert werden.

Markt Trend
Wachstum Mit dem RWI und IWH haben zwei renommierte Forschungsinstitute ihre Wachstumsprognosen korrigiert. Und zwar nach unten um 0,4 bzw. 0,2 %. Danach rechnet das RWI für das Gesamtjahr 2014 immerhin noch mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft um 1,5 %, das IWH mit 1,8 % Wachstum. Die Böckler-Stiftung rechnet mit einem Wachstum um lediglich 1,2 %.
Konjunktur Die neuesten Zahlen ergeben keinen klaren Trend und decken sich nicht mit den offiziellen Prognosen des Bundeswirtschaftsministeriums: Die Industrieproduktion sank zuletzt gegenüber dem Vormonat um 1,2 %. Der Auftragseingang der Industrie ist leicht rückläufig (- 2,2 %). Bei der Nachfrage   nach Investitionsgütern aus dem Inland gab es gegenüber dem Vormonat sogar   einen spürbaren Rückgang um 5 %.
Beschäftigung Für Arbeitgeber bleibt der Arbeitsmarkt weiter angespannt. Experten gehen davon aus, dass die Arbeitslosenquote noch weiter absinken wird und 2014 im Durchschnitt bei 6,8 % (2013: 6,9 %) liegen wird.
Inflation Die offizielle Inflationsrate lag 2013 bei 1,7 %. Das entsprach aber bei weitem nicht der Preissteigerungsrate, die viele Unternehmen auf der   Beschaffungsseite hinnehmen mussten. Für 2014 fällt die statistische   Inflationsrate mit 1,5 % wieder etwas geringer aus.
Kalkulation Die Post wird die Preise für Briefe um 2 Cent anheben. Auch die Preise für Paketdienste werden um 9 Cent pro Lieferung angehoben. Die Ökostrom-Umlage steigt um 1 Cent pro Kilowattstunde. Dennoch wollen die meiste   Energieversorger die Preise in 2014 stabil halten. Die Vollkasko für Neuwagen wird bei den meisten Versicherern um bis zu 7,6 % teurer.

Konjunktur- und Finanz-Plandaten Dezember 2013

Die Niedrigzinspolitik der EZB macht zunehmend Probleme. Einzige Gewinner sind die verschuldeten Staaten und Häuslebauer. Unternehmenskredite bleiben teuer. (Betriebliche) Liquidität wird weiter bestraft. Trend: Die Niedrigzinspolitik geht weiter. Unternehmen wie Private sind gut beraten, bestehende Schulden weiter abzubauen.

Markt Trend
Geld Die Null- oder sogar Negativ-Zins-Diskussion um die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sind Planspiele, mit denen die EZB die Banken zur   Weitergabe der niedrigen Zinsen an den Unternehmen zwingen will. Eine Umsetzung dieser Politik wird es aber realistischerweise nicht geben.
Mitarbeiter Laut IfO-Beschäftigungsbarometer suchen immer mehr Unternehmen immer   mehr Mitarbeiter. Der Index stieg im November 2013 mit 107,8 (2005 = 100)   Punkten auf einen neuen Höchststand. Besonders stark ist die Nachfrage im Dienstleistungsgewerbe.
Finanzen Der Kapitalbedarf deutscher mittelständischer Unternehmen wird in 2014   kräftig steigen. Laut Roland Berger liegt das zum einen am weiteren Wachstum der Wirtschaft, zum anderen am Nachholbedarf bei den Anlageinvestitionen.
DAX Nach den Höchstständen an den Aktienmärkten inkl. DAX ist Skepsis auf dem Vormarsch. Viele institutionelle Anleger halten Aktien derzeit für überbewertet   und richten sich (mittelfristig) auf Verkäufe ein.

Konjunktur- und Finanz-Plandaten November 2013

In den Controlling-Abteilungen vieler Unternehmen werden bereits die Finanzpläne für 2014 festgeschrieben. Bereits jetzt steht für 2014 fest, dass die vorausgesagte, aber in der offiziellen Statistik noch nicht nachweisbare Inflation mit zum Teil erheblichen Preis­erhöhungen auch auf die betrieblichen Budgets durchschlagen wird. Hier einige Preisindikatoren, die die betriebliche Kalkulation beeinflussen werden.

Markt Trend
Einkaufs-Manager-Index Im Gegensatz zu den optimistischen Konjunkturprognosen für 2014 sinkt der EK-Index zum zweiten Mal hintereinander auf nunmehr 52,6 Prozentpunkten gegenüber 53,2 im Vormonat. Grund: Rückgang im Dienstleistungssektor.
Inflation Die Bundesnetzagentur rechnet bei ihrer Prognose für 2014 mit einer Inflationsrate von 1,9 %. Daraus resultiert die Empfehlung, die Portogebühren für Briefe und Postsachen in 2014 um bis zu 1,7 % (= ca, 1 Cent) zu erhöhen.
Versicherungen In den Bereichen Kraftfahrzeuge und Wohngebäude werden die Prämien steigen. Die Kfz-Prämien um 4 % (Kasko: 5 %). Die Preise für Wohngebäude-Versicherungen steigen – je nach Klausel im Vertrag – voraussichtlich um 8 bis 10 %.
Textilien Die Kritik an den Arbeitsbedingungen in Fernost zeugt Wirkung. Die Mindestlöhne (z. Z. 28 € monatlich) der Textilindustrie in Bangladesch werden um bis zu 80 % erhöht. Die Zusatzkosten werden voll auf die Preise aufgeschlagen.

Konjunktur- und Finanz-Plandaten Oktober 2013

Viele Experten hatten als Folge der Geldmengen- und Finanzpolitik zur Rettung der Finanzmärkte auf die Inflationsfolgen hingewiesen. Auch wir haben darauf verwiesen (zuletzt Nr. 43/2012) und die Preisentwicklung in verschiedenen Sektoren dargestellt. Jetzt mehren sich die Hinweise, dass die volkswirtschaftlichen Analyse-Zusammenhänge die wirtschaftliche Praxis erreichen. Die Inflationsrate zieht deutlich an – im EU-Raum und auch in Deutschland. Stellen Sie sich in den nächsten Monaten auf flächendeckend steigende Preise ein und berücksichtigen Sie diese Preisentwicklung auch in Ihrer Kalkulation.

Markt Trend
Verbraucherpreise Im Juni stiegen die Verbraucherpreise so stark wie zuletzt im Dezember 2012. Der Anstieg betrug gegenüber dem Vorjahresmonat 1,8 % (April: 1,2 %, Mai: 1,5 %). Die größten Preissteigerungen gab es bei den Lebensmitteln (5,8 %).
Lohnentwicklung Die Tariflöhne in Deutschland steigen in diesem Jahr um durchschnittlich 2,8 % (Vorjahr: 2,7 %).
Sozialabgaben Zwar wird der Rentenbeitrag ab 1.1.2014 deutlich sinken und zwar von bisher 18,9 auf 18,4 %. Aber: Bereits jetzt ist abzusehen, dass die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung sofort angehoben werden müssen, wenn sich die Arbeitsmarktlage nur geringfügig verschlechtert.
Auftragseingang Im Mai sanken die Auftragseingänge der Deutschen Industrie. Gegenüber dem Vormonat gab es einen Rückgang um 1,3 %. Verantwortlich dafür ist vor allem die schwache Inlandsnachfrage. Einige Forschungsinstitute korrigierten ihre Wachstumsprognosen unterdessen weiter nach unten (z. B. IMK statt 1,0 % nur noch auf 0,3 %).
Abfall/Grüner Punkt Laut dem Dualen System Deutschland (DSD) muss jeder Haushalt ab 2014 9 % mehr für die Entsorgung von Verpackungsmaterialien zahlen. Die durchschnittliche Belastung wird von 100 € jährlich auf 113 € steigen.

Konjunktur- und Finanz-Plandaten Juli 2013

Für das 2. Quartal 2013 zeichnet sich ein leichte Erholung ab. Die „witterungsbedingt verhaltene Erholung des 1. Quartals“ hat sich – so das Bundeswirtschaftsministerium – leicht verstärkt.  Produktion und die Nachfrage nach Industriegütern geht weiter leicht aufwärts. Auch der private Konsum ist nach starker Aufwärtsentwicklung im 2. Quartal weiterhin  stabil.

Markt Trend
Fachkräfte Laut Statistischem Bundesamt gab es im April 38.000 oder 0,7 % mehr Beschäftigtes im Verarbeitenden Gewerbe als im Vorjahresmonat. Trend: Das Rennen um Fachkräfte damit immer enger.
Inflation Die größten Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr gab es im Mai bei den Einfuhrpreisen (+ 3,2 %) und bei den Baupreisen (+ 2,1 %).
KMU 99,3 % aller Unternehmen gehören zu den kleineren und mittelgroßen Unternehmen (KMU). Von den insgesamt 2 Mio. KMU Unternehmen sind 1,7 Mio. Kleinst-Unternehmen (Stand: letzte Erhebung 2010).
Branchen/Bau Die Neubau-Investitionen – Früh-Indikator für die Konjunkturentwicklung – gingen in 2012 um 1,7 % zurück. Dabei hatte der Bundesverband Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) eigentlich mit einem Wachstum von 25 % gerechnet. Für 2013 rechnet der Verband allerdings wieder mit einem Zuwachs von 34,1 %. Fazit: Die Erwartungen sind groß. Das schlechte Wetter im 1. Halbjahr 2013 könnte die optimistischen Vorgaben verhageln.
Rohstoffe Bis 2011 waren die Preise für Spezialmetalle (seltene Erden) explodiert. Unterdessen ist der Markt für diese Rohstoffe kollabiert, ohne dass sich die Preissenkungen bei den Produzenten ausgewirkt hätten. Jetzt droht eine neue Welle von Preissteigerungen, weil die wenigen Produzenten nach einer Phase der Konsolidierung für Investoren wieder interessant geworden sind.

Konjunktur- und Finanz-Plandaten Juni 2013

Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Arbeitskosten seit 2008 kontinuierlich. Ein An­zeichen dafür, dass die Konjunktur läuft. Auch andere Indizes stehen auf grün.

Markt Trend
Industrie Der Auftragseingang der deutschen Industrie stieg laut Bundeswirtschaftsministerium gegenüber dem Vormonat im März preis- und saisonbereinigt um 2,2 %. Analysten bewerten dies als ein Ende der Frühjahrs-Konjunktur­delle.
Konsum Der GfK-Konsumklima-Index stieg im Mai auf 6,2 Punkte und liegt damit wieder deutlich über dem April-Wert (6,0).
Social Networks XING bleibt das beliebteste Business-Netzwerk in Deutschland. Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2013 um 11 % – vor allem durch die Personaldienstleistungen und Firmenprofile. In Deutschland gibt es rund 6,3 Mio. Nutzer, die Ihr Profil in XING eingestellt haben oder dort nach Profilen von Geschäftspartnern suchen.
EEG-Umlage Immer mehr Firmen schaffen es, von der EEG-Umlage befreit zu werden. 2012 waren es lediglich 979 Unternehmen, die keine Umlage zahlen mussten. Im laufenden Jahr sind es bereits 2.245 Unternehmen.
Gebühren Nach der Kostenbelastung für viele Betriebe durch die Neuordnung der Rundfunkgebühren wird es bereits in 2015 eine weitere Erhöhung der Gebühren geben. Der nicht gedeckte Finanzbedarf liegt laut ARD bei rund 54 Mio. EUR. Die Erhöhung dürfte danach zwischen 5 und 7 % liegen.

Konjunktur- und Finanz-Plandaten Mai 2013

Die unsichere Marktentwicklung entwickelt sich zum Dauerzustand. Die Experten verschieben die Konjunkturentwicklung weiter nach vorne. Spürbare Wachstumseffekte wird es vor 2014 nicht geben. Kaum einzuschätzen ist derzeit auch die Lage und Entwicklung in den südeuropäischen EU-Staaten. Nebeneffekt: Die Vollbeschäftigung in Deutschland bringt tendenziell steigende Arbeitskosten. Die Gewerkschaften haben in den derzeitigen Tarifverhandlungen starke Karten.

Markt Trend
Wachstum 2013/2014 Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute (Ifo, IdW, RWI) gehen nach wie vor in 2013 von einem Wachstum der deutschen Wirtschaft aus. Allerdings nur geringfügig – laut übereinstimmenden Prognosen um 0,8 %. Für 2014 sehen die Prognosen unterdessen deutlich besser aus: Danach soll das Wachstum in Deutschland in 2014 bei 1,9 % liegen.
Arbeitskosten In Deutschland kostete die Arbeitsstunde in 2012 durchschnittlich 30,40 EUR. Das liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt (EU27: 23,40 Euro, Euroraum: 28 Euro). Deutschland liegt damit aber nicht an der Spitze. Teurer als in Deutschland ist Arbeit in Schweden, Dänemark, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Niederlande, Finnland und Österreich. Am wenigsten kostet Arbeit in Bulgarien (3,70 EUR), am teuersten ist es in Schweden (39 EUR). Zwischen 2008 und 2012 stiegen die Arbeitskosten in Deutschland um 9,1 %, in der EU27-Zone um 8,6% und im Euroraum um 8,7% (Quelle: Euro­stat).
Lizenzgebühren Das BMF hat ein Musterabkommen erarbeitet, nach dem die Gewinnverlagerung auf ausländische Konzernunternehmen deutlich erschwert wird. Maßnahme: Lizenzgebühren und Verrechnungspreise zwischen den Konzerngesellschaften werden in Deutschland noch strenger geprüft und ggf. zum Gewinn der inländischen Gesellschaft zugerechnet werden. Das Musterabkommen wird mit allen Partnerländern abgestimmt und in den nächsten Jahren konsequent umgesetzt.

Konjunktur- und Finanz-Plandaten April 2013

Deutschlands Wirtschaft bleibt stabil. Positive Impulse kommen von der stabilen Binnennachfrage auf hohem Niveau. Aber: Wie zu erwarten, gibt es jetzt vermehrte Hinweise auf ansteigende Preise. Hier ist im Einzelfall zu prüfen, wie Sie reagieren (vgl. Nr. 9 + 10/2013).

Markt Trend
Inflation Zwar melden einige Wirtschaftsforschungsinstitute für die ersten Monate 2013 einen Rückgang der Preissteigerungsrate unter die Inflationsmarke von 2,0. Dennoch bleibt der Druck der stark gestiegenen Geldmenge auf die Preise. Jetzt gibt es die ersten Warnhinweise: Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW)   prognostiziert für das Gesamtjahr 2013 eine Preissteigerung von mindestens 2,0 % und für 2014 sogar bis zu 2,6 %.
Konjunktur Im März fiel der IfO-Geschäftsklima-Index nach 4 Anstiegen in Folge wieder leicht um 0,7 auf 106,7 Punkte. Fazit: „Die deutsche Wirtschaft behauptet sich weiterhin mit einer guten Binnenkonjunktur in schwierigem Umfeld“.
Kartengebühren Die Kosten für bargeldloses Zahlen werden sinken. Das Bundeskartellamt prüft derzeit die Entgelte, die der Handel an die Kreditwirtschaft zahlen muss. Die bestehende Gebührenvereinbarung ist nicht mehr zeitgemäß.

Konjunktur- und Finanz-Plandaten März 2013

Die Prognosen für das laufende Wirtschaftsjahr stehen wieder auf „Optimismus“ – und das trotz Inflationsdruck und ungebremsten Rezessionserwartungen für die südeuropäischen Krisenländern. Beruhigung bringt hier lediglich die Geldmarktpolitik. Danach wird ein Teil der Schuldenproblematik über eine steigende Geldmenge abgefedert.

Markt Trend
Lohnentwicklung Mit einer Forderung nach einem 6,6 % Plus bei den Löhnen für die Mitarbeiter im Bauhauptgewerbe liegt die Gewerkschaft IG Bau an der Spitze der Forderungen im Lohn-Marathon 2013. Ziel der Gewerkschaft für die Verhandlungen: Eine weitere Angleichung der Löhne in Ost und West und die Einführung eines Mindestlohns.
Unternehmer-Prognose Der Ifo-Geschäftsklima-Index stieg im 4. Quartal in Folge und erreicht damit einen Höchststand wie zuletzt im 2. Quartal 2012.
Export Deutsche Unternehmen haben in 2012 so viel exportiert wie noch nie zuvor (Gesamtvolumen 1,1 Bio. EUR). Aber: Im 4. Quartal schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 0,6 %. Und zwar wegen zurückgehender Exporte.
Konsum Der GfK-Konsumklima-Index steigt im März um 0,1 auf 5,9 Punkte und den höchsten Stand seit November 2012. Grund: Steigende Löhne und die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt.
Griechenland Nach Einschätzungen der griechischen Notenbank wird die Wirtschafts­leistung Griechenlands im laufenden Jahr weiter sinken, und zwar um rund 4,5 %. Damit schrumpft die Wirtschaft seit 2008 um 20 %. Ein leichtes Wachstum ist erst wieder für 2014 zu erwarten.

Konjunktur- und Finanz-Plandaten Februar 2013

Es gibt erste Hinweise darauf, dass sich die US-Wirtschaft erholt. Das dürfte auch die Konjunktur in Europa beleben. Folge: Im Laufe des Jahres muss nach der Niedrigzins-Periode wieder mit steigenden Zinsen gerechnet werden.

Markt Trend
IFO-Index Verarbeitendes Gewerbe Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich der Anstieg des Geschäftsklimaindikators weiter fortgesetzt. Die Industriefirmen sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufriedener als im Vormonat. Der Optimismus kehrt zurück. Auch die Kapazitätsauslastung ist nach drei Rückgängen in Folge wieder gestiegen.
IFO-Index Groß- und Einzelhandel Im Großhandel hat sich das Geschäftsklima eingetrübt. Die Großhändler sind mit ihrer aktuellen Lage weniger zufrieden und blicken zudem etwas pessimistischer auf den weiteren Geschäftsverlauf. Im Einzelhandel ist der Geschäftsklimaindex geringfügig gestiegen. Dies ist auf eine minimal bessere Einschätzung der Geschäftslage zurückzuführen, während die Erwartungen der Unternehmen unverändert sind.
IFO-Index Bau Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex deutlich gestiegen. Dies ist vor allem auf erheblich optimistischere Erwartungen zurückzuführen, die zuletzt im März 2012 dieses hohe Niveau erreichten. Auch die Einschätzung der aktuellen Lage hat sich verbessert.
Inflation Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember im Jahresvergleich von 1,9 auf 2,1 %. Für das Gesamtjahr 2012 lag die Preissteigerungsrate in Deutschland bei 2,0 % (Quelle: Statistisches Bundesamt). Für 2013 muss damit gerechnet werden, dass die erwarteten Lohnerhöhungen zusätzlich auf die Preise drücken und damit die Inflationsrate auch in 2013 bei 2 und mehr % liegen wird.
Weltkonjunktur Die US-Industrie startet durch. Die Bestellungen für langlebige Wirtschaftsgüter (Maschinen, Fahrzeuge) stiegen im Vergleich zum Vormonat um unerwartete 4,6 % überdurchschnittlich stark an.

Konjunktur- und Finanz-Plandaten Januar 2013

Im Laufe des Jahres 2012 haben sämtliche Wirtschaftsforschungsinstitute, EZB, Bundesbank und Bundesregierung ihre Wachstumsprognosen für 2013/2014 deutlich nach unten korrigiert. Die EZB geht für den Euroraum sogar von einem Rückgang des BIP aus. Einig sind sich die Analysten aber dahingehend, dass es ab 2014 in der gesamten Eurozone wieder aufwärts geht. Insofern überwiegt der Optimismus.

Markt Trend
Wachstums­prognose 2013/2014 Deutschland Nach der Prognose der Deutschen Bundesbank wird die deutsche Wirtschaft in 2013 nicht wie noch im Sommer um 1,6 % wachsen, sondern nur noch geringfügig um 0,4 %. Für 2014 prognostiziert die Bundesbank wieder „Erholung“ bei einem Wachstum von 1,7 %.
Wachstums­prognose 2013/2014 EU Laut EZB wird die Wirtschaft in der EU-Zone 2013 um 0,3 % zurückgehen. Für 2014 rechnet die Europäische Zentralbank wieder mit einem Wachstum von 1,2 %.
Preise Die EZB geht von einem Rückgang der Preisentwicklung in der Eurozone von derzeit über 2 % auf 1,6 % in 2013 und 1,4 % in 2014. Begründung: Die weiter abschwächende Konjunktur erschwert Preiserhöhungen.
Inflation Auch nach Auffassung der Experten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) wird die Inflationsneigung in den nächsten Monaten zurückgehen. Allerdings um einen deutlich höheren Wert unter 2,25 %.
Zinsen Die EZB wird ihre Zinspolitik nicht ändern. Der Leitzins von 0,75 % bleibt in 2013 unverändert. Eine andere Frage ist, ob die niedrigen Zinsen beim Kreditnehmer ankommen. Auch hier wird die sich abschwächende Konjunktur dafür sorgen, dass die Zinsen für den Endverbraucher leicht nachgeben.
Prognose des Bundeswirtschafts­ministeriums Für die kommenden Monate zeichnen die Frühindikatoren ein gedämpftes Bild, aber durchaus mit Lichtblicken. Zwar blieben die Auftragseingänge in der Industrie in der Tendenz abwärts gerichtet. Die Aktivität in der deutschen Industrie dürfte daher vorerst verhalten bleiben. Andererseits hat sich die Stimmung in der Wirtschaft nach Monaten der Eintrübung im November leicht aufgehellt. Die Indikatoren notieren allerdings auf einem insgesamt niedrigen Niveau. Die Stimmungsverbesserung könnte jedoch ein erstes Signal für ein Auslaufen der Schwächephase nach dem Winterhalbjahr sein.

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