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GmbH-Gesetz

§ 02 Gesellschaftsvertrag

(1) Der Gesell­schafts­ver­trag bedarf nota­ri­el­ler Form. Er ist von sämt­li­chen Gesell­schaf­tern zu unterzeichnen.

(1a) Die Gesell­schaft kann in einem ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren gegrün­det wer­den, wenn sie höchs­tens drei Gesell­schaf­ter und einen Geschäfts­füh­rer hat. Für die Grün­dung im ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren ist das in der Anla­ge bestimm­te Mus­ter­pro­to­koll zu ver­wen­den. Dar­über hin­aus dür­fen kei­ne vom Gesetz abwei­chen­den Bestim­mun­gen getrof­fen wer­den. Das Mus­ter­pro­to­koll gilt zugleich als Gesell­schafter­lis­te. Im Übri­gen fin­den auf das Mus­ter­pro­to­koll die Vor­schrif­ten die­ses Geset­zes über den Gesell­schafts­ver­trag ent­spre­chen­de Anwendung.

(2) Die Unter­zeich­nung durch Bevoll­mäch­tig­te ist nur auf Grund einer nota­ri­ell errich­te­ten oder beglau­big­ten Voll­macht zulässig.

Für die Pra­xis: Mög­lich ist eine nota­ri­el­le Beur­kun­dung im Aus­land, wenn das aus­län­di­sche Nota­ri­at deut­schen Rechts­ver­hält­nis­sen ent­spricht oder weit­ge­hend ver­gleich­bar ist. Das ist der Fall in: Öster­reich, Schweiz, Bel­gi­en, Frank­reich, Nie­der­lan­de, Spa­ni­en, Ita­li­en. Der Gesell­schafts­ver­trag kann auch durch Bevoll­mäch­tig­te abge­schlos­sen wer­den, wenn die Voll­macht nota­ri­ell beur­kun­det bzw. beglau­bigt vorliegt.

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